Osterkonzert des Musikvereins Echzell
16. April 2017
 
 

Unter dem Motto "Träume und Tänze" hatte der Musikverein Echzell zu seinem mittlerweile 27. Osterkonzert in die Echzeller Horlofftalhalle eingeladen. Knapp 300 Besucherinnen und Besucher folgten dem Ruf, darunter auch Bürgermeister Wilfried Mogk nebst Gattin Sabine und auch das evangelische Pfarrerehepaar Alrun Kopelke-Sylla und Joachim Sylla sowie der katholische Pfarrer Wolfgang Kaiser.

Nach der Begrüßung durch den neuen Vorsitzenden des Musikvereins, Philipp Brückmann, betrat die Jugendgruppe des MV unter Leitung von Beate Fleischer und Larissa Pusch die Bühne. Vier, speziell für die Jugend bearbeitete, Musikstücke wurden mit großem Applaus honoriert.

Danach betraten die "Großen" die Bühne und Kapellmeister Andreas Heil sowie die Conferenciers Birgit Galonska und Thomas Reitz übernahmen das Geschehen. Birgit und Thomas kündigten für den Abend einen Querschnitt aus verschiedenen Musikrichtungen und Tänzen aus der ganzen Welt an und weckten damit das Interesse der Gäste. Es folgte eine mit viel Herzblut perfekt vorgetragene Vielzahl von Märschen, Operettenpotpurris und Musicals sowie Tanzstücke wie dem Paso Doble, dem Samba, dem Cha Cha Cha und vielem anderen mehr.

Ein Highlight des Abends war die Panflötistin Theresa Ritz, die den Saal mit ihrer Version von "Der einsame Hirte" in ihren Bann schlug. Für mich das erste Mal, eine Panflöte live erleben zu können. Ebenso genial und den Saal verzaubernd waren die Spitzentänzer Muna Mawassii und Dimitri Grün vom Wetterauer Tanzsportverein in Friedberg (WTC Friedberg), die den Tango und den Walzer darboten. Mit einer nie gesehenen Leichtigkeit wirbelten sie zur grandiosen Musik des Orchesters durch die "Hollihalle". Auch zu erwähnen ist hier Andreas Hergenröther, der innerhalb des Programmpunktes "Bella Italia" - mit verschiedenen bekannten Melodien aus Italien - das Solo zu "Il Silenzio" auf der Trompete blies.

Beim eigentlich letzten Programmpunkt des Abends, dem "Mambo" aus der Westside Story, fuhr das Orchester zur Höchstform auf. Dieses sehr schwierig zu spielende Stück wurde fantastisch dargeboten. Auf Aufforderung des Kapellmeisters taute das Auditorium auf und rief an den entsprechenden Stellen laut lachend "Mambo". Aber auch die zwei folgenden Zugaben wie der "Radetzky-Marsch" und der "Deutschmeister Regimentsmarsch" erinnerten durch das "Mitmachen" der Echzeller ein wenig an die "Night of the Proms" in England, wo die Zuhörer mit Singen, Klatschen und Rufen in das Geschehen eingebunden werden. Die allerletzte Zugabe kam von Theresa Ritz, die nochmals den "Einsamen Hirten" gab, während es in der Halle "mucksmäuschenstill" war.

Vor dem endgültigen Ende der Veranstaltung wurde darauf hingewiesen, dass auch der Musikverein Echzell auf neue, vor allem aktive, Mitglieder angewiesen ist um auch in Zukunft bestehen zu können. In diesem Zusammenhang wurden die folgenden Termine bekanntgegeben, darunter auch das 125. Jubiläumsfest im kommenden Jahr, in dem am Ostersonntag das große Wunschkonzert stattfindet. Hierzu lagen für alle Anwesenden Stimmzettel aus, auf denen sie ihre Lieblingsstücke ankreuzen konnten, die dann das Programm in 2018 bilden werden.

Erwähnenswert an dieser Stelle sei noch, dass während dieses beeindruckenden Konzertes Helmut Noll und Hans Georg Heller für 50-jährige (!) aktive Mitgliedschaft und Beate Fleischer für 25-jährige Vorstandstätigkeit geehrt wurden.

Ich danke dem Musikverein Echzell für einen schönen Abend und wünsche für die Planung und Durchführung des großen Jubiläums im kommenden Jahr alles Gute. Für die schlechte Qualität der nachstehenden Bilder bitte ich um Verständnis, aber ich hatte leider meine Nikon nicht dabei.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Text und Bilder: Thomas Wettig